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Die Story zum Unternehmen - die Meilensteine:

1987

Das war das Jahr der Gründung der DATA SYSTEM Software in Berlin. Die damalige KHK-Source-Software GmbH (1983) bot unter der Führung von Karl-Heinz-Killeit erstmals für PCs ein einfaches Verfahren für die Abwicklung der Buchhaltung für PCs an - die KHK-DOS Software. PCs waren für damalige Verhältnisse mit Ausstattungen von 640 KB Arbeitsspeicher und Magnetplatten von 20  MB (ja, MB nicht GB!) "gewaltig").

Der "Clou" damals war, dass KHK auf eine so genannte "Free Licence" setzte, die vom Fachhandel gekauft werden musste. Mit dieser "Free Licence" hatte der Fachhändlich dann ein unbeschränktes Kopier- und Verkaufsrecht erworben. Einmal bezahlen und sooft kopieren und verkaufen, wie man möchte. Diese "Free Licence", mit der Karl-Heinz Killeit Software- und Systemhäuser aus der früheren sogenannten "mittleren Datentechnik" köderte, umfasste, gegen entsprechend höhere Bezahlung, auch die Lieferung des Quellcodes. Ende der 80er Jahre war die Software unter dem Namen KHK Classic mit 100.000 Installationen Marktführer im PC-Bereich. Die meisten KHK-Fachhändler kauften eine Free-Licence, meist jedoch ohne Source-Code und dazu häufig auch das Modul Auftragsbearbeitung (ABF). In fast allen Fällen beschränkte sich die Tätigkeit auf das Verkaufen der Lizenzen, wie sie waren, also unverändert und standardisiert. Nicht wenige beschränkten sich lediglich auf das Versenden von Disketten.

Bei DATA SYSTEM vermutete man frühzeitig, dass viele Fachhändler die sogenannte Free-Licence in dem Glauben kaufen würden, sie hätten jetzt "eine Gans, die goldene Eier legt". Die erwartete hohe Verbreitung in Stück trat auch tatsächlich ein und ebenso der Preis- und Qualitätsverfall bei der Implementierung.

Der Quellcode war der Schlüssel zum Erfolg der damaligen DATA SYSTEM. DATA SYSTEM erwarb von der KHK-Source-Software den kompletten Lizenzumfang einschließlich des Source-Codes und dem Recht, den Source verändern oder ergänzen zu können.

Das war die Stunde für Software, die aussah, wie KHK, die jedoch mehr leistete, Alleinstellungsmerkmale aufwies – und die ist bei KHK nicht gab.

1997 verkaufte Karl-Heinz Killeit die KHK-Software AG an die britische Sage Gruppe und zog sich aus dem Geschäft zurück. Das war dann ca. 2000 auch das Ende der Free Licence. Aber mindestens bis dahin konnte die Free-Licence ein tolles Geschäft sein - wenn man es richtig umsetzte. Und genau das taten wir.

1989

Das Jahr der Wende. 1989 war in vieler Hinsicht ein Jahr der Veränderungen. Insbesondere im Jahr 1990 hatten plötzlich sehr viele Menschen aus den neuen Bundesländern das Bedürfnis, sich unternehmerisch zu betätigen und selbständig zu sein. KHK machte nicht zuletzt insbesondere aus diesem Grunde wirtschaftlich einen außerordentlichen Sprung nach vorne.

Insbesondere in den neuen Bundesländern trat aber genau das ein, was abzusehen war: ein Preis und Qualitätsverfall. Aus markenrechtlichen Gründen entschied sich die Gesellschaft in dieser Zeit zur Umfirmierung in microCOM. Die Strategie war nun, ausgesuchten Unternehmern, insbesondere in den neuen Bundesländern, die Möglichkeit zu verschaffen, sich

  • fachlich auf dem Gebiet des Rechnungswesens zu qualifizieren,

insbesondere nach dem sogenannten westlichen Standard, zu qualifizieren, darüber hinaus

  • die verkäuferische Qualität zu erhöhen
  • und – über Alleinstellungsmerkmale zu verfügen,

mit denen sie sich von anderen Anbietern des grundsätzlich gleichen Produktes unterscheiden würden.

Die zusätzlichen Module, die microCOM herstellte, sahen zwar so aus, als wären sie von KHK - tatsächlich waren sie aber dort gar nicht zu bekommen. So wurde es möglich, dass unsere qualifizierten Fachhändler sich solide etablieren konnten. Sie konnten an den Bekanntheitsgrad von KHK anknüpfen, hatten aber weitaus mehr zu bieten und bekamen qualifizierte Arbeit auch gut bezahlt. Ganz entscheidend war hierbei auch, dass diese von microCOM qualifizierten Fachhändler (anders als der "gewöhnliche" KHK-Händler mit seiner Free-Licence) ein geschütztes Verkaufsgebiet erhielten. Dadurch wurde dem ruinösen Wettbewerb, der zu dem unangenehmen Preis und Qualitätsverfall geführt hatte, Einhalt geboten. Schon lange, bevor KHK selbst eine Windows-Oberfläche zur Verfügung stellen konnte, hatte microCOM bereits eine grafische Oberfläche (GUI) implementiert. Technisch war dies zwar nur DOS im Kleid von einer GUI (das eigentliche Windows ist von Xerox entwickelt worden), aber die Menschen wollten eben "Windows" und auch DOS-Programme mit der Maus bedienen können. Nicht zuletzt dies beschleunigte den Erfolg. Dieses Konzept war außerordentlich erfolgreich und eine Vielzahl von Fachhändlern konnten sich auf der Grundlage des microCOM-Systems eine solide Existenz aufbauen.

1996

Dies war das Jahr der Einführung der Pflege-Buchführungs-Verordnung (PBV). Auch 1996 trat so etwas wie eine „Goldgräberstimmung“ auf, als die Anforderungen der sogenannten Pflegebuchführungsverordnung (PBV) umgesetzt werden sollten. In Anbetracht der Chancen, die sich aus diesem Geschäftssegment ergaben, wurde die weitere Entwicklung eines Rechnungswesens, das die bisherigen KHK-DOS-Buchhaltung ersetzen sollte, zunächst zurückgestellt.

Unter der Marke CuraSen wurde ein Abrechnungsverfahren für die stationäre Altenpflege entwickelt und angeboten. Mit dem neuen Geschäftsbereich ging auch eine neue Namensgebung einher: die Firma führte nun die Marke microNETcom ein. Da es sich um ein weitgehend standardisierter Verfahren handelte, entschied man sich für die Einführung eines sogenannten Strukturvertriebes, der dazu führte, dass die Marke CuraSen bundesweit verkauft wurde. Zum Abrechnungsverfahren für stationäre Pflegeeinrichtungen kam später noch eine Pflegedokumentation hinzu sowie Partnerschaften mit Anbietern auf dem Gebiet der ambulanten Pflegesoftware und Software für Betriebe, die für Menschen mit Handicaps tätig sind (Integrationsbetriebe).

2000

In der Tat war der Geschäftsbereich CuraSen so erfolgreich, dass aus dem Cashflow dieses Segments eine Beteiligung an der Entwicklung eines ausgesprochen vielversprechenden Verfahrens für das Rechnungswesen eingegangen werden konnte. Für dieses Verfahren, dessen Entwicklung von der britischen RediPro Software, finanziert wurde, hat die Gesellschaft heute die exklusiven Vertriebsrechte für die Bundesrepublik Deutschland.

2007

Seit 2007 hat sich RediPro außerordentlich gut in vielen Branchen, vom kleinen Einmannbetrieb bis hin zu großen Forschungseinrichtungen mit Etats von 30 Millionen und größer etabliert.

2012

Durch Änderung in den Gesellschaftsstrukturen ist die heutige GFI Gesellschaft für IT-Systeme mbH, als Tochter der britischen Investmentgesellschaft ConQuesta zugehörig. Seit 2012 nimmt der Geschäftsbereich der Anforderungsanalyse einen besonders hohen Stellenwert ein. Die fachlichen Anforderungen und Systeme werden immer komplexer und der Beratungsbedarf wird dadurch wesentlich höher.

2016

Nusquam est qui ubisque est (Seneca). "Wer überall ist, ist nirgendwo“.

Um die gute Qualität auch für die Zukunft gewährleisten zu können, hatte sich die Gesellschaft 2015 dazu entschieden, für den Geschäftsbereich CuraSen entweder die Produktpalette weiter auszubauen oder einen Partner zu suchen, der einerseits über eine solche Produktpalette bereits verfügte und andererseits auf dem Gebiet des Rechnungswesens mit dem Know-how und der Erfahrung der GFI sich einen Vorsprung vor dem Wettbewerb durch geeignete Synergie-Effekte verschaffen könnte. So wurde die Partnerschaft auf dem Gebiet der Organisationslösungen für Pflegeeinrichtungen mit IC-SyS, einem Unternehmen, das seit über 20 Jahren auf dem Gebiet der Softwarelösungen für Pflege sehr erfolgreich tätig ist und über eine umfassende Software-Palette verfügt, begründet.

Aus diesem Grunde werden die vorhandenen Installationen der CuraSen Produkte in die Produktpalette von IC-Sys überführt. Dies bietet sich im Zuge der Umstellung der Abrechnungen auf PSG II ohnehin an.

In Verbindung mit den Möglichkeiten des RediPro©-Systems ergeben sich für die Pflegeeinrichtungen völlig neue Möglichkeiten zur Betriebssteuerung. Möglichkeiten, die bisher kaum denkbar waren.

Allerdings erfordert die immer mehr zunehmende Komplexität der Systeme allgemein auch eine immer bessere und intensivere Beratung, weshalb der Geschäftsbereich der Anforderungsanalyse immer höhere Bedeutung erhält.